Mitarbeitermanagement: Gesundheit im Unternehmen durch wirksame Kommunikation

Kommunikation in Unternehmen ist notwendig und ein Erfolgsfaktor. Doch allzu oft geht sie schief. Dies betrifft die Kollegen untereinander, das Gespräch der Führungsperson mit dem Mitarbeiter oder das Teamwork zwischen den verschiedenen Abteilungen. Und je öfter die Verständigung nicht klappt, desto mehr Unbehagen kommt auf – beim einzelnen Kollegen sowie im Unternehmen insgesamt. Betrachtet als Organismus, fühlt es sich nicht wohl, wird kränklich und energielos.

Je wohler sich die Mitarbeiter fühlen, desto gesünder ist das Unternehmen. Sachwerte oder Karriereleiter sind laut vielen Untersuchungen kein hinreichender Messfaktor. Der Umgang untereinander schafft dagegen täglich Arbeitsqualität.  

Einige beeindruckende Zahlen:

  • 60.000.000 Fehltage jährlich sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen.
  • Das sind rund 15 Prozent aller Krankheitsausfälle. Diagnostiziert werden vor allem Angst- und depressive Störungen.
  • Wer aufgrund psychischer Belastungen krankgeschrieben wurde, blieb im Jahr 2013 durchschnittlich rund 40 Tage zu Hause. Zum Vergleich: Wegen Herz-Kreislauferkrankungen waren es 22,5 Tage.
  • 42 Prozent der psychischen Erkrankungen führen zu Frühverrentung.
  • 30 Prozent der Auszubildenden fühlen sich müde, überfordert und/oder gestresst.

(Quelle: BKK Gesundheitsreport 2014, Deutsche Rentenversicherung Bund, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2012, 2013)

Als Unternehmer können sich hieraus folgende Fragen ergeben:

  • Wieweit macht Mobbing – im Großen wie im Kleinen – Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen krank?
  • In welchem Maß sind die Abteilungen in Selbstorganisation gefangen, weil die notwendigen Informationen nicht kursieren?
  • Wie viel Reibungsverlust entsteht in Ihrer Firma aufgrund von Missverständnissen, unnötiger Rivalität oder zu geringem Austausch untereinander?
  • Wie groß ist das kreative Potenzial, das verloren geht, weil Ihre Mitarbeiter keine gemeinsame Dynamik entwickeln?
  • Wie viel Stress entsteht unnötig, weil Ihre Mitarbeiter nicht sagen, was sie denken und möchten?
  • Wie menschlich soll Ihr Unternehmen oder Ihre Abteilung sein?

Angst und Depressionen sind direkte Folge eines destruktiven Umgangs untereinander. Doch es stellt sich auch die Frage, wie fürsorglich die jeweilige Mitarbeiterin und der jeweilige Mitarbeiter mit sich selbst umgehen. Setzen sie sich zu sehr unter Druck? Kennen sie ihre persönlichen Bedürfnisse, Grenzen und Ziele? Auch hier beginnt wirksames Miteinander: Nur wer sich kennt, kann seine Wünsche hinreichend formulieren und sein Arbeitsnetzwerk nähren.